Seit zwei bis drei Wochen begleitet mich in der Meditation immer wieder ein Wort von Simon Small. In unnachahmlich knapper und exakter Art spricht er über die Möglichkeit der Gottesbegegnung.
Das kontemplative Gebet ist die Kunst, aufmerksam zu sein für das, was ist.
Wache Aufmerksamkeit für die Wirklichkeit ist Gebet, denn wer sich auf die Tiefe des gegenwärtigen Augenblicks einlässt, der begegnet Gott.
Es gibt nichts als das Jetzt. Und nur im Jetzt lässt Gott sich finden.
(Simon Small, in: Die Heiligkeit des Augenblicks, S. 12)
Diese Aussage hat mir inzwischen schon oft zu Beginn der Meditation geholfen, die umherstreifenden Gedanken sanft in die Gegenwart zu lenken, in das Hier und Jetzt. Sie führt mich zurück zu dem Ort, an dem Gott mir begegnen möchte: zu mir selbst. Und zugleich nimmt sie jeden Druck weg: ich brauche wirklich nichts zu tun, als da zu sein, im “gegenwärtigen Augenblick”. Wenn ich mich in ihn hineinfallen lasse, wenn ich an seinem Grund ankomme: dann habe ich den Ort der Begegnung mit Gott erreicht. Und dann ist es nur noch an Ihm, ob Er sich mir erfahrbar machen will.
Macht das Sinn? Für mich tut es das, ich erlebe es so. Hast du ähnliche Erfahrungen gemacht? Dann würde ich mich über einen Kommentar freuen.
